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… so kann er viel erzählen.
Das wusste bereits die Menschen im 18 Jahrhundert.

Wenn zwei Clubmitglieder jedoch eine Reise planen, dann erleben ca. 13 Porsche und 25 Mitreisende so viel, dass man es kaum verarbeiten oder gar niederschreiben kann.

Wann auch immer Andrea und Gerd den Entschluss gefasst haben, die Sommerausfahrt 2016 zu organisieren. Es war ein guter Augenblick im Porsche Clubleben der beiden.
Das Bärenhotel in Olang war das Ziel und zugleich der Zwischenstopp für eine kurvige, bergige, lehrreiche und amüsante Jahresausfahrt.
Wenn einer der Starter am 01. Juni gewusst hätte, dass er die kommenden vier Tage fast 2000 km, 12.000 Höhenmeter und hunderte von Kurven meistern muss, wäre vielleicht der eine oder andere schon in Osterfeld ins Grübeln gekommen.
Aber so trafen alle entspannt, erholt und voller Vorfreude im Bärenhotel ein, wo Chef Eugen uns gleich mit einem Gläschen Champagner herzlich willkommen hieß.
Der erste Tag und der Abend klangen bei gutem Essen und einem Gläschen Wein aus.

Der erste Morgen brachte nach einem ausgiebigen Frühstück etwas Hektik. Etwas wenig Spritreserve bei dem einen oder anderen und ein markenfremdes Führungsfahrzeug für die Sella-Runde. Das erste Problem löste unser Guide Matthias mit einem Tankstopp im Nachbarort. Das blaue Problem konnten wir so kurz nicht mehr klären. Doch beim Brotzeitstopp in den Bergen zeigten sich die besten Seiten eines Benz: die Nutzung als Serviertisch. Da hat Hotelier Eugen aber auch an alles gedacht. Die Flügelbretter der Turbos wären dazu viel zu schade gewesen. So gab es eine echte Sterne-Brotzeit mit Prosecco und Lachs.
Die Sella-Runde mit Passo di Campolongo, Pordoijoch, Sella Joch und Grödner Joch waren trotz des fehlenden Sonnescheins ein Genuss für Fahrer, Beifahrer und Porsche.
Ok. Manch einer der Teilnehmer hat sich am Morgen noch gefragt, wie die Cayenne wohl den Weg finden wollen, wenn sich der Tross aus den echten Sportwagen abgesetzt hat.
Bereits kurz nach dem Start musste manch ein „Sportwagen“-Fahrer bereits am knapp 1800 m hohen Furkelpass feststellen, dass so ein Cayenne eben auch ein Porsche ist.

Am zweiten Tage hat Torsten den Guide einfach mal auf den Beifahrersitz angegurtet. So konnte er sich besser um die Streckenführung und die Gruppe kümmern. Nur komisch, dass er ruhiger als am ersten Tag war. An der Strecke lag es sicher nicht.
Über den Furkelpaß ging es zum ersten Stopp auf das knapp 2.000 m hohe Würzjoch. Der Fahrer des kleinen gelben Krokodils war sicher froh über diese Pause. Konnte er doch so die Position zwischen zwei Cayenne geschickt verändern. Weiter ging es über Klausen zum Pfos-Hof am Ritten zur Mittagspause. Die Straße nach Klobenstein reichte optische gesehen kaum für einen 911 aus. Wie soll da bloß der Gegenverkehr an den dicken Cayennes vorbeikommen. Es ging. Der Außenspiegel war einfach höher als der vom Gegenverkehr. Die Sonne lud zum Verweilen ein, doch erbarmungslos ging es weiter. Stand doch noch das Penser Joch auf dem Programm. Der Versuch eines Tankstopps vorher, scheiterte. Das italienische System mit Karte ist nichts für uns Deutsche.
In Sterzing hieß es dann ab in die Boxengasse zum Nachtanken. 911, Cayman und Boxster trinken eben einfach gut und gerne. Da lacht das Herz des Cayenne Fahrers.
Über die Sonnenstraße ging es zurück ins Bärenhotel. Hier fehlte eigentlich nur noch die Boxencrew für den Service.
Nach dem Abendessen stand die “Laternenwanderung zur alten Sägemühle des Großvaters“ auf dem Programm. Da gab es im Club doch wirklich welche, die plötzlich fußkrank und gebrechlich wurden und mit dem Hotelbus ins Sägewerk gebracht werden mussten. Ja, die Sägemühle. Das war sie wirklich vor langer Zeit einmal. Und darauf tranken wir einen Schnaps. Einen mussten wir auch auf den Großvater trinken, der die Straße nach Olang bauen musste, weil er nachdem er sich ein Auto gekauft hatte, feststellte, dass es noch gar keine Straße zu seinem Hof gab. Zum Glück gibt`s jetzt die alte Sägemühle den Großvater, die Straße, das Hotel und den Eugen. Und darauf tranken wir noch einen bevor wir (fast alle) zu Fuß zurück ins Hotel wanderten.

Am Samstag gingen wir es lockerer an. Andrea und Gerd übernahmen die Führung, nachdem unser Guide eine Tage frei brauchte. Ob es am Chauffeur der Freitagsrunde lag ist nicht bewiesen.
Geplant war eine Runde über Biathlon-Arena in Antholz, den Staller Sattel nach Lienz in Österreich und zurück übe einen Shopping-Abstecher nach Bruneck, Gendarmerie am Straßenrand inklusive.
Beim Tiroler Abend klang die Sommerausfahrt 2016 langsam aus.

Am Sonntag nach dem Frühstück bemerkten wir, wie schnell doch vier Tage vergehen können. Es hieß schon wieder Abschied nehmen. Abschied vom Bärenhotel, Eugen und seinem Team und von den Südtiroler Bergen und Pässen. Aber wir kommen wieder. Versprochen.

Was bleibt am Ende übrig von so einer Ausfahrt? Jede Menge Erkenntnisse  
Jürgen weiß jetzt, dass so ein GT4 zwar ziemlich laut, aber kaum schneller als ein Cayenne ist. Wie sonst kann er einen Cayman zwischen zwei Cayenne erklären.
Holger mit dem Turbo-Cabrio kommt aus dem Staunen nicht mehr raus, wie schnell eine Frau im Cayenne unterwegs sein kann. Auch wenn sie nicht zum Shoppen fährt.
Der eine oder andere ist erstaunt, dass man bei Sven auf dem Beifahrersitz ein Buch lesen kann, während er über die Berge „tuckert“. Armes Kind. Sie wollte doch schnell fahren
Respekt zollt Hans-Werner, der mit seinem etwas älteren und sicher nicht ganz so leistungsstarken Boxster immer dran war. Vielleicht sollte ihm Torsten zur nächsten Ausfahrt mal ein neues Spielmobil zur Verfügung stellen
Der Präsident war nach der Bergtour immer noch nicht ausgepowert und konnte noch zum Joggen gehen. Das kann auch noch geändert werden.
Torsten kennt jetzt die wahren Vorzüge eines Mercedes SLK. Weiß aber auch, dass ein Fiat Panda in den Bergen nicht zu unterschätzen ist.
Gerson übte mit seiner Prosecco-Dusche schon mal seine Rennfahrer-Karriere. Das mit dem Öffnen klappt schon ganz gut.
Für Nicole sollten wir einmal einen Konzertabend organisieren. Hoffentlich ist sie zum nächsten Stammtisch dabei.
Katrin findet wohl ohne Navi nicht zu Rewe. Sorry. Aber auch solche Wahrheiten müssen in der Nachlese einer Ausfahrt ans Licht gebracht werden. Nur so kann dein Porsche Verkäufer ein passendes Fahrzeug konfigurieren.
Andrea und Gerd haben eine spitzenmäßige Tour geplant, organisiert und durchgezogen.

Alle die daheim geblieben sind – egal aus welchen Gründen – haben was verpasst. Ein Highlight der Clubsaison 2016

Das Hotelpersonal, das Zimmermädchen, der Busfahrer, alle bekommen Trinkgelder für gute Leistungen.
Gibt es das auch im Club? Sicher nicht. Wie honoriert man dann solch eine Organisation?
Ganz easy: Wir berichten davon: auf der Homepage, beim Club-Stammtisch, bei Freunden, einfach überall.

Danke. Andrea und Gerd. Das war super

Niedergeschrieben von Christian